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 02.02.2019 - Streetfood

 

Alpung

Die Alpung

Veterinärmedizinische Aspekte der Alpung

 

Der halbjährliche Aufenthalt meiner Yaks in Höhenlagen zwischen 1500m uns 1800m Seehöhe mit viel Sonnenlicht dient dem Aufbau ihrer physischen und psychischen Leistungsfähigkeit.

Die verstärkten Höhenstrahlen (UV) regen die Bildung neuer Fermente an, die vermehrt Vitamine, v.a. Vitamin D, produzieren. Dieses bedingt eine stärkere Einlagerung von Kalk und Phosphor im Knochengewebe.

Weiters lockert das Sonnenlicht Kohlenhydrate, Fett und Eiweißstoffe auf und unterstützt so die Futterverwertung.

Zum Schutz gegen die UV-Strahlung verdickt sich die Hornhautschicht der Tiere und wird mit Farbstoff ausgestattet. Auch das Haarkleid adaptiert sich durch gröberes, längeres Deckhaar und kürzeres, feineres Unterhaar.

Die dünnere Luft auf unserer Alm bietet weniger Sauerstoff-und Kohlensäuregehalt. Dadurch wird die Atem-und Herzfrequenz der Yaks reduziert, die Atmung jedoch intensiviert. Lunge und Herz werden gestählt. Es bilden sich mehr rote Blutkörperchen, die Stoffumsatz und Gewichtszunahme meiner Tiere begünstigen. Der höhere Hämoglobingehalt bringt einen besseren Sauerstofftransport und eine Anregung des gesamten vegetativen Nervensystems im Tierorganismus.

Das ständige Bewegen im steilen und steinigen Gelände fordert Muskeln, Sehnen, Klauen und Gelenke. Das Gewebe wird trockener und fester. Der Tierkörper strafft sich und selbst bei erwachsenen Tieren setzt sich Tiereiweiß an, wie es sonst nur bei Jungtieren der Fall ist. Meine Yaks sind lebhaft und fühlen sich wohl.